Biblisches Lernen gilt als zentraler Bestandteil des Religionsunterrichts. Allerdings zeigt sich insbesondere bei Jugendlichen immer häufiger eine deutliche Distanz zur Bibel. Marie-Theres Ultsch fokussiert Schüler*innen der Sekundarstufe I und analysiert ihre individuellen Bedeutungszuschreibungen zum wichtigsten Buch des Christentums. Auf Basis einer offenen schriftlichen Befragung entwickelt sie eine Typologie, die u.a. aufzeigt, wie sich Jugendliche zur Bibel positionieren, welche Zugangsmöglichkeiten sie sehen und welche Herausforderungen sie im Umgang mit der Bibel wahrnehmen - ein wichtiger Beitrag zur empirischen Konturierung der Leser*innen biblischer Texte im schulischen Kontext, der neue didaktische Perspektiven für die Gestaltung biblischer Lernprozesse eröffnet.
Das Gebären und die Geburtshilfe stehen im Zeichen der Ökonomisierung des Gesundheitssystems. Welchen Wandel erfährt dieser Bereich im Hinblick auf gesellschaftliche Organisation und politische Regulierung? Inwiefern spielen dabei Macht- und Ungleichheitsverhältnisse eine Rolle? Und wie steht es um Fragen der Selbst- und Fremdbestimmung in der Geburtshilfe?
Die Beiträger_innen des Bandes beleuchten die gegenwärtige »Politik der Geburt« aus sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven sowie aus der geburtshilflichen und frauenbewegten Praxis heraus.