Es ist eines der bekanntesten Kunstwerke des Surrealismus: René Magrittes
La trahison des images
, das eine Pfeife zeigt und den in Schönschrift geschriebenen Satz: »Ceci n'est pas une pipe«. Auf komplexe Weise überwindet es die in der klassischen Malerei vorherrschende Trennung zwischen sprachlicher und bildlicher Ebene. Michel Foucault inspirierten die verschiedenen Fassungen des Bildes dazu, über das grundlegende Verhältnis von Darstellung und Realität, Sprache und Kunst, Zeigen und Benennen nachzudenken. Wie das Bild selbst hat auch seine Interpretation längst Klassikerstatus.
Obwohl Michel Foucault das 21. Jahrhundert nicht mehr erlebt hat, sind viele seiner Ideen und Konzepte - von der Biopolitik bis zur Freundschaft als Lebensform - aktueller denn je. Man könnte sogar sagen, dass sie erst im Kontext heutiger Debatten ihre volle Kraft entfalten.