Warum aus
Erinnern Handelnwerden muss: Die Deutschen bezeichnen sich als '
Erinnerungsweltmeister' - und doch feiert die
AfDhistorische Wahlerfolge. Im Rahmen eines
Gesprächsmit Shelly Kupferberg und in drei
Essaysbeschäftigen sich die
renommierten AutorinnenAsal Dardan, Lena Gorelik und der
HistorikerDietmar Süß damit, ob sich etwas aus der
Vergangenheitlernen lässt, warum Erinnerung
hierarchischist, wen sie ausschließt, wann sie nur noch der
Entlastungoder als
Immunisierungsstrategiedient, wie
kritisch, solidarisch, demokratisch Erinnerung eigentlich ist und warum sie so leicht
instrumentalisiertwerden kann. Und sie kommen zu dem Entschluss: Wir müssen Erinnern als tägliches, selbstkritisches Handeln begreifen, und als Verantwortung. Statt '
Nie wieder' als leere Formel braucht es eine '
Gegenwehr im Jetzt'.