Diese Monografie bietet eine radikal aktualisierte Neubewertung des erzählerischen Werks von Johann Peter Hebel (1760-1826). Im Zentrum stehen seine außergewöhnliche formale Modernität, seine transnationale Ausrichtung und seine Rolle als Wegbereiter der Kurzgeschichte. Hebel wurde lange Zeit als "kleiner" oder volkstümlicher Autor marginalisiert; die vorliegende Studie hingegen positioniert ihn als zentrale Figur der europäischen Literatur an der Schwelle zwischen Aufklärung, Romantik und früher Moderne.